Supervision im Kontext peripartaler psychischer Krisen und Erkrankungen

Supervision und Coaching

Supervision im Kontext peripartaler psychischer Krisen und Erkrankungen

Supervision im Kontext peripartaler psychischer Krisen und Erkrankungen

Die Begleitung von Frauen und Familien rund um Schwangerschaft, Geburt und frühe Elternschaft ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Fachpersonen bewegen sich dabei häufig in einem sensiblen Grenzbereich: zwischen Physiologie und Pathologie, zwischen Nähe und professioneller Abgrenzung, zwischen Verantwortung und den eigenen berufsrechtlichen Grenzen.

Peripartale psychische Krisen und Erkrankungen stellen besondere Anforderungen an Wahrnehmung, Einschätzung und Handeln. Diagnostische Unsicherheiten, ethische Dilemmata, emotionale Belastung und die Sorge, etwas zu übersehen oder nicht korrekt zu reagieren, gehören für viele Fachpersonen zum beruflichen Alltag.

Supervision bietet hier einen professionellen Raum für Orientierung, Reflexion und fachliche Sicherheit.

Für wen ist dieses Angebot gedacht?

Dieses Supervisionsangebot richtet sich an Fachpersonen, die Frauen und Familien im peripartalen Kontext begleiten, unter anderem:

  • Hebammen
  • Gynäkolog:innen
  • Kinderärzt:innen
  • Psychotherapeut:innen und Psycholog:innen
  • multiprofessionelle Teams aus Schwangerschaftsbetreuung, Geburtshilfe, Wochenbett und früher Kindheit

Angesprochen sind sowohl Berufseinsteiger:innen als auch erfahrene Fachpersonen und Teams, die ihre Arbeit reflektieren, absichern und weiterentwickeln möchten.

Typische Anlässe für Supervision

Fachpersonen kommen in Supervision unter anderem bei folgenden Fragestellungen und Situationen:

  • diagnostische Unsicherheit, z. B. Differenzierung zwischen Wochenbettdepression, Anpassungsreaktionen und Wochenbettpsychose
  • Fragen nach Indikation, Zeitpunkt und Weg der Weitervermittlung
  • Begleitung von Frauen mit psychiatrischer Vorgeschichte in Schwangerschaft und Wochenbett
  • Umgang mit traumatischen Geburtsverläufen und der Frage nach therapeutischem Unterstützungsbedarf
  • belastende Ereignisse im Kreißsaal oder Wochenbett, inklusive schwerer Komplikationen oder Todesfällen
  • Sekundärtraumatisierung und emotionale Überforderung
  • Teamkonflikte, Rollenunklarheiten und Dynamiken in Hochbelastungssituationen
  • Fragen nach professioneller Abgrenzung, Selbstfürsorge und dem Verbleiben in der eigenen beruflichen Rolle

Meine Haltung und Arbeitsweise in der Supervision

Als Hebamme und Hypnosepsychotherapeutin verbinde ich langjährige praktische Erfahrung aus der Geburtshilfe mit fundierter psychotherapeutischer und psychodynamischer Expertise. Mein besonderer Fokus liegt auf dem Übergangsbereich zwischen körperlichen, psychischen und relationalen Prozessen.

In der Supervision arbeite ich:

  • mit fachlicher Klarheit und diagnostischer Präzision
  • mit einem tiefenpsychologischen und psychodynamischen Verständnis innerer Prozesse
  • anteilsbezogen, wenn innere Konflikte oder emotionale Reaktionen der Fachperson wirksam werden
  • haltgebend und strukturierend – mit einem klaren Containment-Rahmen
  • ressourcenorientiert, ohne Risiken oder Grenzen zu relativieren

Ich unterstütze Fachpersonen dabei, Muster früh zu erkennen, Zusammenhänge einzuordnen und Sicherheit im eigenen professionellen Handeln zu gewinnen.

Formate

Ich biete Supervision in unterschiedlichen Settings an:

  • Einzelsupervision
  • Fallsupervision
  • Teamsupervision
  • Akut- und Anlasssupervision nach belastenden oder kritischen Ereignissen
  • Begleitende Supervision über einen längeren Zeitraum
  • Kleingruppenformate mit fachlichem Input und fallbezogener Arbeit
    (z. B. themenspezifische Schwerpunkte pro Termin)

Die Supervision kann punktuell oder kontinuierlich erfolgen, online oder vor Ort nach Absprache.

Wirkung und Nutzen

Nach der Supervision gewinnen Fachpersonen:

  • mehr Sicherheit und Klarheit in diagnostischen Einschätzungen
  • Orientierung in komplexen Entscheidungssituationen
  • konkrete nächste Schritte im Umgang mit betroffenen Frauen und Familien
  • Klarheit über eigene berufsrechtliche und persönliche Grenzen
  • Entlastung im Umgang mit emotionaler Nähe und hoher Verantwortung
  • eine gestärkte Fähigkeit zur Abgrenzung und Selbstfürsorge
  • mehr Ruhe und Präsenz in der eigenen professionellen Rolle

Supervision, Selbsterfahrung und Coaching – klare Abgrenzung

Supervision ist berufsbezogen. Im Zentrum stehen konkrete Fälle, fachliche Einschätzung, Entscheidungsprozesse sowie die professionelle Rolle in der Begleitung von Schwangeren, Gebärenden, Wöchnerinnen und deren Familien. Ziel ist es, Sicherheit im Handeln zu gewinnen, Risiken frühzeitig zu erkennen und innerhalb der eigenen Zuständigkeit verantwortungsvoll zu arbeiten.

Gerade in der peripartalen Arbeit entstehen jedoch Situationen, in denen persönliche Reaktionen, innere Konflikte oder eigene Belastungen der Fachperson spürbar werden. In der Supervision wird sorgfältig unterschieden, ob diese Themen im Rahmen der beruflichen Reflexion bearbeitet werden können oder ob eine andere Arbeitsform angezeigt ist.

Bei Bedarf biete ich ergänzend Selbsterfahrung an. Diese richtet sich an Fachpersonen, die eigene emotionale Reaktionen, innere Anteile oder persönliche Prägungen reflektieren möchten, die ihre berufliche Arbeit beeinflussen. Selbsterfahrung dient der inneren Stabilität, Selbstfürsorge und der langfristigen Erhaltung professioneller Handlungsfähigkeit.

Coaching ist ein eigenständiges Angebot für berufliche Fragestellungen wie Rollenklärung, Entscheidungsprozesse, Übergänge oder Entwicklungsschritte. Es ist ressourcen- und lösungsorientiert und fokussiert auf konkrete nächste Schritte im beruflichen Kontext.

Die jeweiligen Arbeitsformen werden klar benannt und voneinander abgegrenzt. So bleibt Supervision fachlich sauber, transparent und der hohen Verantwortung in der Betreuung von Frauen und Familien angemessen.

    Psychotherapie in Gleisdorf und online

    In the midst of winter, I found there was, within me, an invincible summer.

    Albert Camus

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