Mutter hält ihr Baby

Aufarbeitung und Therapie bei Geburtstrauma

Aufarbeitung und Therapie bei Geburtstrauma

Therapie nach traumatischer oder schwieriger Geburt in Graz und Gleisdorf

Die Zeit rund um die Geburt eines Kindes ist eine sehr emotionale Phase im Leben jeder Frau.

Belastende Ereignisse während der Schwangerschaft, unter der Geburt oder im Wochenbett hinterlassen oft tiefe seelische Spuren. Da sich traumatische Erfahrungen nicht nur auf die eigene Psyche, sondern auch alle zwischenmenschlichen Beziehungen auswirken, ist eine therapeutische Aufarbeitung für Mutter und Kind von großer Bedeutung.

Was versteht man unter einem Trauma?

Der Begriff “Trauma” kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt Verletzung. Diese seelische Verletzung kann durch physische, psychische oder sexuelle Gewalt zugefügt worden sein, aber auch durch einen Unfall oder bloße Umstände entstehen. Ein traumatisches Ereignis löst bei den Betroffenen Gefühle von Hilflosigkeit, des Ausgeliefertseins und der Ohnmacht aus.

Traumatische Geburtserlebnisse

Welche Faktoren können ein Geburtstrauma auslösen?

In Verbindung mit der Geburt eines Kindes können traumatische Erfahrung ganz unterschiedlich entstehen. Dazu gehören unter anderem:

  • Unsensible Begleitung durch anwesende Personen während der Geburt
  • Unerwartete Frühgeburt des Kindes
  • Kaiserschnitt
  • Saugglocken- oder Zangengeburt
  • Sehr schneller oder sehr langsamer Geburtsverlauf
  • Unerträgliche Schmerzen und Todesangst während der Geburt
  • Diagnose während der Schwangerschaft, die auf eine Erkrankung oder Behinderung des Kindes hinweisen.
  • Komplikationen nach der Geburt (z.B. starke Blutungen, operative Entfernung der Plazenta, Trennung vom Baby, Erkrankungen des Babys)
  • Alle belastenden Ereignisse, die während der Schwangerschaft, rund um die Geburt und in der Zeit danach passieren.

“Nicht das, was das Umfeld als traumatisch bewertet, sondern das, was jeder einzelne Mensch für sich als traumatisch erlebt, ist ein Trauma.”

So unterschiedlich jeder einzelne von uns ist, so verschieden werden auch Situationen, Gefühle und Schmerzen wahrgenommen. Ein Trauma entsteht daher immer aus einer individuelle Wahrnehmung und darf nicht von außen bewertet oder gar abgetan werden. So empfindet jede dritte bis vierte Frau die Geburt als schwierig, jede elfte entwickelt eine Posttraumatische Belastungsstörung, mit der zusammen häufig auch eine postpartale Depression auftritt.

Welche Symptome kann ein Geburtstrauma verursachen?

Traumafolgeerkrankungen müssen nicht direkt nach dem traumatischen Ereignis auftreten. In manchen Fällen haben die Betroffenen die Erfahrung so sehr verdrängt, dass sie erst Monate oder Jahre später an den Auswirkungen leiden.

Die Symptome, die eine traumatische Erfahrung auslösen kann, sind zum Teil recht unspezifisch und können auch einer Angsterkrankung oder Depression ähneln. Häufig überschneiden sich diese Erkrankungen in ihrer Symptomatik auch so weit, dass nicht unmittelbar von einer Traumafolgeerkrankung ausgegangen wird.

Zu den Symptomen einer posttraumatischen Belastungsstörung gehören:

  • erhöhte Alarmiertheit
  • Ständige Wachsamkeit und Schreckhaftigkeit
  • Angst und Panikattacken
  • Vermeidungsverhalten
  • Derealisation (der Verlust des Bezugs zum eigenen Körper, Gefühlen und der Umwelt – alles erscheint unwirklich)
  • Depressionen
  • Ein- und Durchschlafprobleme
  • Dissoziative Zustände
  • Flashbacks (intrusive Erinnerungen, die plötzlich auftreten und wie ein Wiedererleben des Traumas wahrgenommen werden)
  • Psychosomatische Erkrankungen und körperliche Beschwerden ohne erkennbare Ursache (z.B. chronische Schmerzzustände)
  • Leistungsabfall und Konzentrationsprobleme

Gerade traumatische Geburtserfahrungen können in einer weiteren Schwangerschaft zu einem Problem werden und die Frau stark belasten. Das kann unter anderem zu einem erneuten schwierigen Geburtsverlauf, Bindungsstörungen und weiteren psychischen Problemen führen.

Baby wird gebadet

Geburtstrauma: Verarbeitung und Therapie

Eine psychotherapeutische Begleitung direkt nach einem schwerwiegenden Ereignis führt zu einer raschen Stabilisierung und reduziert die Wahrscheinlichkeit einer Traumafolgeerkrankung. Doch auch Jahre später ist eine Traumatherapie noch wirkungsvoll und kann das Leben der Betroffenen stark entlasten.

Ziel der Traumatherapie ist die emotionale Stabilisierung, die Reduktion der Symptome und das Wiedererlangen des Gefühls von Schutz, Vertrauen und Kontrolle. Die Konfrontation mit belastendem Material erfolgt unter geschützten Bedingungen nur so weit, wie es zur Auflösung des Traumas / der Traumata notwendig ist. Die emotionale Verarbeitung und Integration des Traumas ermöglicht die Rückkehr zu einem Leben ohne permanenten Einfluss des Geschehenen. Betroffene können nach einer erfolgreichen Therapie wieder sie selbst sein, der Zukunft positiv entgegenblicken und diese aktiv gestalten. Nach einem Geburtstrauma ist die Verarbeitung auch im Hinblick auf die weitere Familienplanung wichtig. Eine therapeutische Begleitung während einer weiteren Schwangerschaft ist eine gute Vorbereitung auf die nächste Geburt.

In der Traumatherapie integriere ich hypnosepsychotherapeutische Ansätze mit anderen therapeutischen Interventionen wie EMI Eye Movement Integration , Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie (PITT) und Somatic Experiencing©. Die Gestaltung der Therapie richtet sich ganz nach der individuellen Situation der Betroffenen.

Ich denke, dass hier Verlinkungen zu den entsprechenden anderen statischen Seiten sehr gut passen!

Belastung reduzieren – Ressourcen stärken

Eine Psychotherapie ist stets ein Entwicklungsprozess. Die Wahl der Behandlungsmethoden und Dauer und Umfang der Therapie richten sich stets nach Ihren individuellen Bedürfnissen.

Weitere Informationen

Jetzt Kontakt aufnehmen

Zum Kontakt

Mehr zu diesem Thema…

Die Vater-Kind-Bindung in der Schwangerschaft fördern

Jetzt Kontakt aufnehmen:

Zum Kontakt